-
26.03.2019
- → Feuilleton
Puigdemonts Bücher
Ein Jahr nach seiner Festnahme in Schleswig-Holstein ist der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont nach Neumünster zurückgekehrt. Er brachte am Montag eine Spende von 100 Büchern katalanischer Autoren in deutscher Übersetzung in die Justizvollzugsanstalt, in der er selbst zeitweise eingesessen hatte. Puigdemont sagte, er fühle sich glücklich, dieses Geschenk an einen Ort bringen zu können, der für immer mit seinem Leben verbunden sei.
Puigdemont war am 25. März 2018 an der Autobahn 7 auf der Rückreise aus Skandinavien festgenommen worden. Grundlage war ein von Spanien erwirkter europäischer Haftbefehl. Anschließend kam der Politiker in Neumünster in Haft und nach 13 Tagen unter Auflagen wieder frei. Im Juli hob das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht dann den Auslieferungshaftbefehl gegen Puigdemont auf. Auslöser war der Verzicht des Obersten Gerichts in Madrid auf eine Auslieferung des damals 55jährigen. Ende Juli verließ er Deutschland, inzwischen lebt er wieder in der Nähe von Brüssel. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!