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Neuer Premier in Haiti, US-Senator traf Präsident

Port-au-Prince. Haitis Premierminister Jean-Henry Céant hat am Donnerstag (Ortszeit) bei Präsident Jovenel Moïse (Foto, r.) seinen Rücktritt eingereicht. Er zog damit die Konsequenz aus dem verlorenen Misstrauensvotum im Abgeordnetenhaus am Montag, wie die haitianische Nachrichtenagentur HPN berichtete. Moïse hatte bereits zuvor den bisherigen Kulturminister Jean-Michel Lapin (Foto, l.) per Präsidialerlass zum Interimspräsidenten erklärt und damit nicht auf den Rücktritt des amtierenden Premiers gewartet, wie eigentlich vorgesehen. Laut HPN wollte Cé ant zudem das Misstrauensvotum gegen ihn vor Gericht anfechten und sehe sich noch immer als legitimen Regierungschef.

Ebenfalls am Donnerstag traf der ultrarechte US-Senator Marco Rubio aus Florida mit verschiedenen politischen Vertretern Haitis zusammen, unter anderem mit Moïse, den Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern und Vertretern der Opposition. Laut HPN würdigte er die Bemühungen der Polizei für die Achtung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

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Seit Beginn der Proteste gegen Haitis Staatschef Anfang Februar wurden nach Angaben der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte mindestens 26 Menschen getötet und 77 weitere verletzt. Es gab Berichte über gezielte Gewalt gegen Demonstranten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2019, Seite 6, Ausland

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