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04.03.2019
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Anstand zeigen
Seefeld in Tirol. Nach dem Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat Österreichs Noch-Langlauf-Chef Markus Gandler eine Klage gegen »Whistleblower« Johannes Dürr in Aussicht gestellt. Der des Dopings überführte Langläufer Dürr hatte in einer ARD-Dokumentation behauptet, er sei bei der Manipulation auch von Offiziellen des Österreichischen Skiverbandes unterstützt worden. Im Radiosender Ö3 verlangte Gandler nun, dass Dürr Namen nenne. Dies wolle er auch mit anwaltlicher Hilfe durchsetzen. Der Verband kündigte im Zuge der Geschehnisse in Seefeld an, die Zusammenarbeit mit Gandler, in dessen Amtszeit seit 2003 diverse Dopingskandale im ÖSV-Team fielen, zum Ende der Saison zu beenden. Die ÖSV-Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf waren bei der WM verhaftet worden, beide haben Eigenblutdoping gestanden. Hauke war sogar auf frischer Tat erwischt worden. Gandler forderte Hauke und Baldauf im Ö3 zu einer Entschuldigung auf: »Sie sollen diesen Anstand zeigen, sich entschuldigen und sagen, wer beteiligt war.« (sid/jW)
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