-
11.01.2019
- → Ausland
Türkei: Prozess gegen Mesale Tolu auf Mai vertagt
Istanbul. Der Prozess gegen die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu ist am Donnerstag in Istanbul vertagt worden. Der Richter verkündete direkt nach Beginn der Anhörung im Justizpalast Caglayan, dass die nächste Sitzung am 23. Mai stattfinden werde. Dann solle ein geheimer Zeuge per Videoschaltung befragt werden. Tolu reiste nicht für den Prozess an, doch ihr Ehemann Suat Corlu war bei der Verhandlung zugegen. Neben Tolu und Corlu sind 21 weitere Menschen angeklagt. Ihnen wird »Terrorpropaganda« und Unterstützung einer »Terrororganisation« vorgeworfen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 25 Jahre Haft. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!