Zum Inhalt der Seite

Ottomar Rothmann verstorben

Weimar. Ottomar Rothmann, einer der letzten noch lebenden ehemaligen Häftlinge des faschistischen Konzen­trationslagers Buchenwald, ist tot. Nach Angaben der dortigen Stadtverwaltung verstarb er 97jährig am 14. Dezember in Weimar. Der gebürtige Magdeburger, der aus einer sozialdemokratischen Arbeiterfamilie stammte, wurde im Januar 1943 von der Gestapo festgenommen und war seit Juli 1943 Häftling in Buchenwald. Hier beteiligte er sich am organisierten Widerstand der Insassen. Im Januar 1945 wurde er von der im Lager aktiven illegalen KPD-Organisation in die Partei aufgenommen. In den 1970er Jahren baute Rothmann die pädagogische Abteilung der Gedenkstätte Buchenwald auf und leitete sie bis 1986. 2011 verlieh ihm die Stadt Weimar die Ehrenbürgerwürde. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2018, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!