Zum Inhalt der Seite

Große Freude

Ein Gericht in Nairobi (Kenia) hat das Verbot des Films »Rafiki« über eine lesbische Liebe für sieben Tage aufgehoben, wie Sofia Leteipan, Anwältin der Regisseurin Wanuri Kahiu, mitteilte: »Das ist ein Sieg für uns«, freute sie sich. Dem Film war im April von der nationalen Filmbewertungsstelle die Zulassung verwehrt worden. »Wir können keinen Film erlauben, der den Anschein erweckt, dass Homosexualität in Kenia akzeptabel ist«, lautete die Begründung des Leiters Ezekial Mutua. Nach dem Gerichtsbeschluss twitterte Regisseurin Kahiu: »Große Freude! Unsere Verfassung ist stark!« »Rafiki«, Swahili für »Freund«, lief im Mai als erster kenianischer Spielfilm in der Reihe »Un Certain Regard« in Cannes. Er handelt von zwei Freundinnen in Nairobi. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2018, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!