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Akademie, alt und neu

In der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt, sind die Fronten weiter verhärtet. Sara Danius, Peter Englund und Kjell Espmark dementierten am Freitag einen Bericht des Svenska Dagbladet, nach dem sie zurückkehren wollten. »Die Informationen sind falsch«, schrieb Danius, man werde »auch nicht an Versammlungen teilnehmen«, ergänzte Englund. Die drei waren im April wegen des Umgang der Akademie mit einem Belästigungs- und Korruptionsskandal zurückgetreten. Damit waren vor der Sommerpause nur noch neun der 18 auf Lebenszeit gewählten Mitglieder aktiv. Laut Statuten werden zwölf Mitglieder benötigt, um neue Mitglieder zu wählen. Die Akademie ist lahmgelegt, deshalb wird in diesem Jahr kein Literaturnobelpreis vergeben. Ersatzweise wird eine »Neue Akademie« einen »alternativen Literaturpreis« vergeben. In der Endauswahl für die Auszeichnung sind der Brite Neil Gaiman, der Japaner Haruki Murakami, die Kanadierin Kim Thúy und Maryse Condé aus Guadeloupe. Die vier Autoren wurden mittels einer internationalen Onlinebefragung und von schwedischen Bibliothekaren ausgewählt. Eine vierköpfige Jury wird Mitte Oktober den Preisträger verkünden. Ein Preisgeld von 100.000 Euro soll vor allem per Crowdfunding zusammenkommen. Nach der Verleihung will sich die »Neue Akademie« umgehend wieder auflösen.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2018, Seite 11, Feuilleton

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