-
02.08.2018
- → Medien
DJV kritisiert Besuch Erdogans
Berlin. Beim geplanten Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland müssen nach Ansicht des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) Menschenrechte im Mittelpunkt stehen. »Es ist unvorstellbar, dass Erdogan mit militärischen Ehren in Berlin empfangen wird und sich die Spitzen des deutschen Staates lächelnd mit ihm ablichten lassen, während etliche Journalisten unschuldig in türkischen Gefängnissen eingesperrt sind«, sagte der DJV- Bundesvorsitzende Frank Überall laut Mitteilung vom Montag. Der türkische Präsident verfolge weiterhin die Unterdrückung Andersdenkender. »Das darf nicht durch einen scheinbar harmonischen Staatsbesuch in Deutschland goutiert werden, den Erdogan propagandistisch ausschlachten kann.« Erdogan wird im Herbst in Berlin erwartet. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!