-
03.07.2018
- → Betrieb & Gewerkschaft
Tageszeitungen vor unbefristetem Streik?
Berlin. Auch in der siebten Verhandlungsrunde ist es zwischen den Gewerkschaften Verdi und Deutscher Journalistenverband (DJV) auf der einen Seite und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf der anderen Seite zu keiner Einigung auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalisten gekommen. Dies teilte Verdi am Montag mit. Die Verleger hätten keine Bereitschaft gezeigt, ein Angebot zu formulieren, das der geforderten »echten Reallohnsteigerung« entsprochen hätte. Der BDZV habe für die ersten beiden Jahre eine Mindesterhöhung von 135 Euro für den journalistischen Nachwuchs, 1,9 Prozent mehr Geld rückwirkend ab dem 1. Mai sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro für dieses Jahr und eine weitere Lohnsteigerung um 2,4 Prozent ab Mai 2019 angeboten. Für das Jahr 2020 sei lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro offeriert worden. Dies sei bei einer Laufzeit von 31 Monaten viel zu wenig. Verdi werde den Verhandlungsstand nun den Mitgliedern, die sich bereits für einen unbefristeten Streik ausgesprochen hatten, ohne positive Empfehlung zur Abstimmung vorlegen. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
