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Menschenrechte

UNHCHR kritisiert Venezuela

Genf. Die Vereinten Nationen haben der venezolanischen Regierung Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. So hätten die Sicherheitskräfte zwischen 2015 und 2017 mindestens 505 Menschen ohne rechtliche Grundlage getötet, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (UNHCHR). Laut Zeugenberichten brachten die Einsatzkräfte ihre Opfer bei Razzien in Armenvierteln um und manipulierten danach die Tatorte. Die Fälle würden fast nie aufgeklärt. »Die Menschenrechtslage in Venezuela ist katastrophal«, sagte Hochkommissar Seid bin Raad Seid Al-Hussein. »Wenn eine Schachtel Tabletten gegen Bluthochdruck mehr als einen Mindestlohn kostet und Milchpulver für Babys mehr als zwei Monatsgehälter, aber Proteste gegen diese untragbare Situation dich ins Gefängnis bringen, ist das eine extreme Ungerechtigkeit.«

Venezuelas Regierung reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe aus Genf. Caracas macht für die Lage einen Wirtschaftskrieg der USA und der rechten Opposition verantwortlich. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2018, Seite 6, Ausland

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