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Frust

Nach WM-Aus Ausschreitungen in 183 französischen Städten

Foto: Martin Lelievre/AFP/dpa
Polizisten am Place de la Bastille in Paris nach dem Halbfinale

Paris. Nach der Niederlage der französischen Fußball-Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Ausschreitungen gekommen, ohne dass es aber nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam. In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte. 342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1.128 Böller wurden beschlagnahmt.

In Grenoble wurde ein 49 Jahre alter Mann, der auf der Terrasse einer Bar das Halbfinalspiel schaute, von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung Le Parisien unter Verweis auf die Polizei. Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet. Das Opfer sei bei der Justiz in Zusammenhang mit kriminellen Abrechnungen bekannt gewesen. Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern, teilte das Ministerium mit. 188 Menschen wurden festgenommen. An beiden Tagen zusammengerechnet wurden landesweit 701 Autos in Brand gesteckt. (dpa/jW)

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Erschienen am 16.07.2026, Ausland

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