Zum Inhalt der Seite

Humanitäre Lage im Mittelmeer dramatisch

Tripolis. Die internationale Hilfsorganisation »SOS Méditerranée« hat die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Mittelmeer als dramatisch bezeichnet. Immer weniger Rettungsschiffe seien im Einsatz, teilte die Organisation am Montag mit. Gleichzeitig verzögerten sich die Rettungsaktionen, weil über jeden Fall einzeln verhandelt werde und es keine klaren Richtlinien für den Einsatz der libyschen Küstenwache in internationalen Gewässern gebe. Dadurch würden Menschenleben in Gefahr gebracht. Die Organisation kritisierte, dass sie bei einem Einsatz am Sonnabend nur 39 von 129 in Seenot geratenen Menschen aufnehmen durfte. Die übrigen Flüchtlinge seien von der libyschen Küstenwache geborgen und zurück in das nordafrikanische Kriegsland gebracht worden. Dort seien die Menschen schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, so die Hilfsorganisation. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2018, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!