-
03.02.2018
- → Inland
G-20-Fahndung im Ausland geplant
Hamburg. Ein halbes Jahr nach den Gewaltexzessen rund um den G-20-Gipfel in Hamburg wollen die örtlichen Ermittlungsbehörden ihre Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen Straftätern und Plünderern auf andere Länder ausweiten. Man arbeite daran, auch im europäischen Ausland öffentlich zu fahnden, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) dem Hamburger Abendblatt (Freitagausgabe). Die Fahndungsbilder sollen etwa in Spanien und Italien verbreitet werden, da aus diesen Ländern besonders viele »militante Linksextremisten« zum G-20-Gipfel angereist seien. Mit dem Schritt betrete man »Neuland«, sagte Grote, der die bisherige Suche nach Verdächtigen als »Erfolg« wertete. Im Dezember präsentierte die Hamburger Sonderkommission »Schwarzer Block« Fotos und Videos zahlreicher Personen der Öffentlichkeit. Gegen diesen »Pranger« regte sich breiter Widerstand. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!