Zum Inhalt der Seite

FDP will gegen Solidaritätszuschlag klagen

Stuttgart. FDP-Chef Christian Lindner hat beim sogenannten Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart am Sonnabend angekündigt, eine Verfassungsklage gegen den Solidaritätszuschlag anstrengen zu wollen, sollte dieser nicht abgebaut werden. Es brauche eine »steuerliche Entlastung«, so Lindner. Angeblich habe die Bundesrepublik bald weltweit die höchsten Unternehmenssteuern. Der FDP-Chef begründete das geplante Vorgehen auch damit, dass der »Soli« nach dem Ende der DDR eingeführt worden war, um den wirtschaftlichen Aufbau in den neuen Ländern mitzufinanzieren. Heute sei er jedoch einfach eine unbefristete Steuer, die allein dem Bund zukomme. Lindner erklärte zudem, dass seine Partei in Bundestag und Bundesrat einen Entwurf für ein Einwanderungsgesetz einbringen werde. Die FDP strebe dabei ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild an. In dem Modell werden Migranten im wesentlichen auf ihre Nützlichkeit für die heimische Wirtschaft hin geprüft. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2018, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!