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Anschlagsopfer sollen besser betreut werden

Berlin. Anschlagsopfer und ihre Hinterbliebenen sollen in Zukunft besser betreut werden. Der nach dem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt vor einem Jahr von der Regierung eingesetzte Hinterbliebenenbeauftragte Kurt Beck (SPD) forderte am Mittwoch die Einrichtung von Anlaufstellen schon am Tatort und eine Anhebung staatlicher Härtefallhilfen für »bedürftige« Geschädigte.

Nach Angaben von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) unterstützt die Regierung Becks Vorschläge und will dafür notwendige Gesetzesänderungen schnell umsetzen. Der Bundestag beriet am Nachmittag über einen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, in dem die Regierung aufgefordert wird, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Am 19. Dezember 2016 hatte der Tunesier Anis Amri einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Er tötete zwölf Menschen und verletzte weitere 70.(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2017, Seite 1, Inland

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