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Streit um Pilotprojekt zur Gesichtserkennung

Berlin. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff fordert eine Aussetzung des Testlaufs zur automatischen Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz, weil für ihn die Rechtsgrundlage fehle. Laut Berliner Zeitung teilte Voßhoff am Mittwoch mit, dass die rund 300 Freiwilligen nicht ausreichend über die eingesetzte Technik informiert worden seien. Die Bundespolizei müsse eine erneute Einwilligung einholen, forderte sie. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wies die Kritik zurück – die Bedenken beruhten auf einer »unzutreffenden Information einer privaten Organisation«, sagte er am Donnerstag bei einem Ortstermin. Gemeint war der Verein Digitalcourage (siehe jW vom 24. August).(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2017, Seite 2, Inland

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