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G+J-Chefin lobt Zensurgesetz

Berlin. Das »Netzwerkdurchsetzungsgesetz« ist nach Überzeugung der Medienmanagerin Julia Jäkel »eine erste kleine Antwort« auf die schwierigen Fragen im Zusammenhang mit »Hate Speech« und »Fake News« in sozialen Medien. »Wir müssen um die großen Plattformen, besonders Facebook, eine gesellschaftlich-politische Debatte führen«, sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung des Medienkonzerns Gruner + Jahr am Dienstag auf einer Konferenz zum Thema »Die Rolle von Journalismus in Zeiten von Fake News und alternativen Fakten«. Dazu hatten die Medienkonzerne G+J, Spiegel-Verlag, Zeit-Verlag und Media Group Medweth nach Berlin eingeladen.

Über das von zahlreichen Experten für grundgesetzwidrig gehaltene Vorhaben von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sollte im Bundestag noch in dieser Woche entschieden werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2017, Seite 15, Medien

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