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Bericht: Sicherheitsproblem in Sondershausener Kaserne

Sondershausen. Nach dem Bekanntwerden von Missständen in der Bundeswehr-Kaserne in Sondershausen in Thüringen gibt es weitere Vorwürfe. Wie das Magazin Der Spiegel berichtete, soll es dort bei der Ausbildung von Unteroffizieren massive Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen gegeben haben. So hätten sich Ausbilder beim Schießen mit Handwaffen zwischen Schützenscheiben gestellt. Diesen Regelverstoß soll ein Bataillonskommandeur damit begründet haben, dass die Soldaten im Einsatz auch keine andere Wahl hätten, als sich über die Bestimmungen hinwegzusetzen. Zudem sollen laut Spiegel fehlerhafte Schießkladden durch Ausbilder mit Dienststempeln gefälscht worden sein. Ausbilder hätten Lehrgangsteilnehmer mit Plastikgeschossen aus Spielzeugwaffen beschossen und Alkohol als »Ausgleich« für »Ausbildungsmängel« verlangt. Bekannt war bereits, dass Soldaten von Hauptfeldwebeln regelmäßig verbal erniedrigt und zu Strafmaßnahmen gezwungen worden sein sollen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2017, Seite 2, Inland

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