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Kino

»Wonder Woman« verboten

Nach dem Libanon und Algerien hat auch Tunesien den US-Film »Wonder Woman« verboten. Die kleine Partei »Echaab« hatte gegen die Kinoverwertung geklagt und bekam am Mittwoch vor Gericht recht. Sie wirft der 32jährigen israelischen Schauspielerin Gal Gadot, Hauptdarstellerin der Comicverfilmung, vor, den Krieg ihres Landes gegen Gaza 2014 öffentlich gutgeheißen und als Soldatin auch selbst an entsprechenden Angriffen teilgenommen zu haben. Die frühere »Miss Israel« hatte zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee geleistet. In Tunesien sollte der Film mit Gadot als Amazonenprinzessin am Mittwoch anlaufen. Das nordafrikanische Land unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. Libanon und Algerien hatten den Film mit ähnlichen Begründungen bereits in der vergangenen Woche verboten. Deutscher Filmstart ist der 15. Juni. Bisher hat »Wonder Woman« weltweit 223 Millionen Dollar eingespielt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.06.2017, Seite 10, Feuilleton

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