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Kein Rückkehrrecht in Vollzeit

Berlin. Das geplante Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit ist gescheitert. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gab sich am Dienstag in Berlin enttäuscht. Sie warf der Union einen Bruch des Koalitionsvertrags vor, in dem CDU/CSU und Sozialdemokraten das Rückkehrrecht verabredet hatten. Dem Gesetzentwurf der Ministerin zufolge sollten Beschäftigte, die zeitlich begrenzt ihre Arbeitszeit verringern, danach zur ursprünglichen zurückkehren können. Während Nahles dies für Unternehmen ab 15 Beschäftigten vorsah, hätte die Union dies für solche mit 200 und mehr Mitarbeitern festlegen wollen. Das hätte mehr als drei Millionen Teilzeitbeschäftigte ausgeschlossen. Die gewerkschaftspolitische Sprecherin der Linken, Jutta Krellmann, forderte die SPD auf, zusammen mit Linken und Grünen das Rückkehrrecht noch vor der Wahl zu beschließen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.05.2017, Seite 1, Inland

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