Zum Inhalt der Seite

Schweiz: Angriff auf ­Arbeitszeiterfassung

Bern. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) sowie der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse – er organisiert die ehemals christlichen Organisationen – haben vor Angriffen auf die Regelungen zur Arbeitszeiterfassung gewarnt. Der Parlamentarier Konrad Graber (von der konservativen CVP) und die Parlamentarierin Karin Keller-Sutter (von der neoliberalen FDP) hätten Vorstöße lanciert, die Arbeitszeiterfassung sowie Vorschriften zur Begrenzung der Arbeitszeit aufzuheben. Das haben beide Gewerkschaftsverbände am 1. Mai mitgeteilt. So sei unter anderem geplant, für »Kader und Spezialisten« Verschlechterungen bei den Regeln für Nacht- und Sonntagsarbeit durchzusetzen. »Graber und Keller-Sutter sprechen zwar von Kadern und Spezialisten. Weil diese Begriffe im Arbeitsgesetz aber nicht definiert sind, könnte mehr als ein Drittel der Beschäftigten gefährdet sein«, heißt es in der Mitteilung der Dachverbände. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!