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Fußball

Neonazis im »Karli«

Potsdam. Viertligist SV Babelsberg 03 hat sich am Sonntag zum Brandenburg-Derby gegen Energie Cottbus geäußert, bei dem Gästefans am Freitag wiederholt Naziparolen skandiert und den Hitlergruß gezeigt hatten. Zehn von ihnen hatten in der ersten Halbzeit den Platz gestürmt. Die Partie im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion musste zweimal unterbrochen werden und stand kurz vor dem Abbruch. Von »massiver Vermummung« sowie »volksverhetzenden und menschenverachtenden Artikulationen aus dem Gästeblock« war in der Erklärung der Babelsberger die Rede. Strikt verwahrte sich der SVB, der das Spiel mit 2:1 gewann, gegen eine Gleichsetzung des Abbrennens von Pyrotechnik im eigenen Fanblock »mit den Aktivitäten der randalierenden Gäste«. »Diese Personen wollen kein Fußballspiel sehen«, erklärte Energie-Geschäftsführer Normen Kothe auf der Vereinswebsite über die Kotzbrocken in der Anhängerschaft. Ihnen sei »nur durch Polizei und Gerichte beizukommen«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.05.2017, Seite 16, Sport

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