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Tips gegen Einschüchterung

Berlin. Pöbeleien, Drohmails, angezündete Autos: Immer wieder versuchen Neonazis und »Wutbürger« in Deutschland, engagierte Menschen einzuschüchtern. »Wir beobachten eine zunehmende Verrohung, Enthemmung und Gewaltandrohung, die vom virtuellen Raum jetzt im Alltag angekommen ist«, erklärte Bianca Klose von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) bei der Vorstellung einer neuen Broschüre zur Hilfe für Betroffene am Montag. Nach Angaben der MBR werden seit 2013 zunehmend auch Menschen bedroht, die bisher nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit der Rechtsextremen standen. Dazu zählten Flüchtlingsunterstützer, Kirchengemeinden, Politiker und »potentiell jeder, der sich öffentlich gegen Rechtsextremismus positioniert«. Von Mai 2016 bis heute zählte die MBR 43 Fälle, die der aktuellen rechten Angriffsserie in Berlin zugerechnet werden, darunter zehn Brandanschläge sowie zahlreiche Schmierereien und Anschläge auf Privatwohnungen. Die neue kostenlose Broschüre bietet praxisorientierte Hilfe zum Umgang mit Beleidigungen, Hetze, Angriffen und anderen bedrohlichen Situationen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2017, Seite 15, Antifaschismus

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