Zum Inhalt der Seite

Ikea ohne Frauen

Das Einrichtungshaus Ikea hat in Israel eine Broschüre für strengreligiöse Juden aufgelegt – ohne Frauen und Mädchen auf den Bildern. Das Produkt sei »speziell für die Haredi-Gemeinschaft angefertigt, in dem Versuch, diese Minderheit in Israel zu erreichen«, teilte der Ikea-Einzelhandelsmanager in Israel, Schuki Koblenz, am Donnerstag mit. Auf den Bildern sind nur Männer und Jungen zu sehen, auch wenn es um Familiensituationen geht. Die Broschüre sorgt allerdings für Aufregung im Netz. »Wo ist die Mutter auf diesem Bild hingegangen?« zitierte die Zeitung Times of Israel einen Nutzer zu einem Bild, das ein Familienessen zeigt. »Oh, das ist großartig. Ich wusste nicht, dass es Familien mit Alleinerziehenden auch im Haredi-Sektor gibt«, schrieb ein anderer. In Israel sind rund zehn Prozent der 8,6 Millionen Menschen strengreligiöse Juden. Sie leben zum Teil auch in eigenen Städten und Vierteln, wie Mea Schearim in Jerusalem. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2017, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!