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Fritsche gibt sich zu NSA-Selektoren unwissend

Berlin. Wenige Tage vor der Vernehmung von Angela Merkel im NSA-Untersuchungsausschuss hat sich der Geheimdienstbeauftragte im Kanzleramt, Klaus-Dieter Fritsche, in der NSA-Spionageaffäre hinter die Kanzlerin gestellt. Die Ausspähungen des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit Hilfe bestimmter Suchbegriffe wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen (Selektoren) in befreundeten Staaten habe die BND-Aufsicht im Kanzleramt laut Fritsche jahrelang nicht mitbekommen. Er habe im März 2015 zum ersten Mal von solchen Selektoren erfahren, sagte Fritsche am Montag im Ausschuss. Diese seien auch in BND-Außenstellen entwickelt worden, ohne dass höhere Stellen darüber Kenntnis erlangt hätten. Der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz warf Merkel vor, sich als Opfer zu stilisieren, obwohl der BND wohl selbst in großem Umfang Ausspähungen vorgenommen habe. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2017, Seite 1, Inland

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