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»Oldschool Society«: Haftstrafen gefordert

München. Im Prozess gegen vier Führungsmitglieder der neonazistischen »Oldschool Society« hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in München Haftstrafen zwischen viereinhalb und sechseinhalb Jahren gefordert. Alle vier Angeklagten hätten sich der Bildung einer terroristischen Vereinigung und der Mitgliedschaft in dieser schuldig gemacht, sagte Bundesanwalt Jörn Hauschild zur Begründung. Sie hätten vorgehabt, ihre Ideologie durch die Begehung von Anschlägen gewaltsam durchzusetzen. Die Angeklagten Andreas Hafemann und Markus Wilms seien zudem Rädelsführer gewesen. Der Prozess wird in der übernächsten Woche voraussichtlich mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2017, Seite 2, Inland

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