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Mitsprache senkt Krankenstand

Düsseldorf. Wie oft Beschäftigte krank sind hängt nicht nur davon ab, wie oft sie sich die Hände waschen und wie ergonomisch der Arbeitsplatz ist. Auch eine gute betriebliche Mitbestimmung trägt dazu bei, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. So das Ergebnis einer Studie des Sozialwissenschaftlers Ola Sjöberg von der Universität Stockholm, über das die Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag im Rahmen ihres zweiwöchentlichen Analysedienstes Böckler Impuls berichtete. Demnach hat Sjöberg vorliegende Daten der EU-Arbeitskräfteerhebung aus den Jahren 1996 bis 2010 ausgewertet, die sich auf abhängig Beschäftigte in 24 Ländern beziehen. Je mehr Mitglieder die Gewerkschaften haben und je einflussreicher betriebliche Beschäftigtenvertretungen sind, desto weniger kurzfristige Krankmeldungen gebe es, so das Ergebnis. Als Erklärung dient Sjöberg die sogenannte Exit-Voice-Theorie. Demnach können unzufriedene Beschäftigte entweder auf Veränderungen drängen und diese auch selbst in die Hand nehmen oder sich zurückziehen und zu Hause bleiben oder kündigen. (jW)

www.kurzlink.de/Impuls-Krankenstand

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.02.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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