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Biathlon

Für alle anderen

Leipzig. Biathlontrainer Wolfgang Pichler ist fest davon überzeugt, dass seine frühere russische Athletin Jana Romanowa nicht gedopt hat. »Ich glaube und sage heute noch, dass mein Team sauber war«, erklärte der 61jährige Ruhpoldinger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Von 2011 bis April 2013 war Pichler russischer Nationaltrainer. Nach seiner Absetzung bereitete er eine Trainingsgruppe, der Romanowa angehörte, auf Olympia in Sotschi vor. Romanowa gewann mit der Staffel Olympiasilber. Kurz vor Weihnachten wurde sie vom Weltverband IBU aufgrund ihrer Nennung im »McLaren-Bericht« vorläufig gesperrt. Sie bestreitet, gedopt zu haben.

Derweil reißen die Forderungen nach weiteren Ausschlüssen russischer Biathleten nicht ab. Der französische Doppelolympiasieger Martin Fourcade wertete die bisherigen Maßnahmen am Dienstag als »Heuchelei« und sprach sich für einen Weltcup-Boykott aus. Allerdings müssten genügend Kontrahenten mitziehen. »Ich werde nicht Martin Luther King oder Nelson Mandela sein und mich für alle anderen opfern«, sagte Fourcade. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2017, Seite 16, Sport

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