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BRD: Dank Mindestlohn mehr Beschäftigung

Berlin. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns wirkt sich positiv auf Verdienst- und Beschäftigtenentwicklung aus. Das hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Sonntag bekanntgegeben. Der Dachverband hat neue Zahlen des Statistischen Bundesamts ausgewertet. Demnach sind die Verdienste bei Un- und Angelernten seit Einführung des Mindestlohns bis Ende des 3. Quartals 2016 bundesweit um vier Prozent gewachsen. Besonders stark war der Anstieg im Gastgewerbe (plus 5,2 Prozent). In allen Fällen profitierten Beschäftigte im Osten deutlich stärker von der Gehaltsuntergrenze als jene im Westen. Auch komme die Regelung gerade Frauen, die häufiger in schlecht bezahlten Branchen tätig sind, zugute.

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten habe sich um 4,2 Prozent erhöht. Wiederum ist das Gastgewerbe mit einem Wachstum von 12,7 Prozent vorn. Dies führt der Gewerkschaftsbund darauf zurück, dass der Mindestlohn in der Branche besonders relevant sei. Gesunken sei hingegen die Zahl der Minijobs. Der Rückgang beträgt 2,3 Prozent. »Viele der weggefallenen Minijobs sind in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt worden«, so der DGB. Allerdings sei die Menge der Minijobs als Nebenbeschäftigung leicht gestiegen. (jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.01.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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