-
30.12.2016
- → Feminismus
Knast wegen Kampf für Gleichberechtigung
Riad. Weil er gegen die männliche Vormundschaft über Frauen in Saudi-Arabien kämpft, ist ein Mann zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht im östlichen Dammam entschied zudem, dass der Angeklagte 30.000 Rial (rund 7.650 Euro) Strafe zahlen muss, wie die Tageszeitung Okas am Dienstag berichtete. Der Saudi-Araber wurde den Angaben zufolge wegen »Anstachelung zur Beendigung der Vormundschaft über Frauen« schuldig gesprochen. Demnach habe er über den Kurznachrichtendienst Twitter eine Kampagne geführt sowie Plakate in Moscheen geklebt. Nach dem Vormundschaftssystem muss ein männlicher Verwandter einer Frau die Erlaubnis geben, wenn sie zum Beispiel studieren, arbeiten oder reisen will. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!