-
29.11.2016
- → Sport
Olympia: Präsident unter Druck
Köln. Ein Protestbrief aus den Spitzensportverbänden setzt den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, unter Druck. Hintergrund ist dessen Auseinandersetzung mit dem Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins der DOSB-Trainerakademie, Thomas Weikert, auch Präsident des Tischtennis-Weltverbandes. Er war von Hörmann schriftlich zum Amtsverzicht aufgefordert worden, nach Weikerts Darstellung ohne vorherige persönliche Absprache. Dieses Vorgehen nennt die Sprechergruppe der Spitzensportverbände in dem Brief nun »befremdlich«, »diskriminierend« und »unpassend«.
Zuletzt war Hörmann nach der Präsentation des Entwurfes zur Spitzensportreform am Donnerstag in der Bundespressekonferenz in die Kritik geraten. Dort hatte er aus einem angeblichen »Manifest« von Sportlern zitiert, die der Reform laut Hörmann »zu 95 Prozent« zustimmten. Eine Befragung mit Bezug auf die Spitzensportreform hat es aber nie gegeben. Fechter Max Hartung, Mitglied der DOSB-Athletenkommission, fand das Vorgehen des Präsidenten »völlig unverständlich«. (sid/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!