Zum Inhalt der Seite

Unruhen in Äthiopien: Hunderte Tote

Addis Abeba. Im ostafrikanischen Äthiopien verschärfen sich die Unruhen, bei denen Menschenrechtsgruppen zufolge mittlerweile mehr als 450 Menschen umgekommen sind. Während der jüngsten Protestwelle wurden fast ein Dutzend Fabriken beschädigt und mehr als 60 Fahrzeuge in Brand gesteckt, wie ein regierungsnaher Radiosender am Freitag meldete. Am vergangenen Wochenende waren mindestens 55 Menschen in einer Massenpanik ums Leben gekommen, als die Polizei eine Demonstration in der Oromiya-Region nahe der Hauptstadt Addis Abeba auflöste.

Die Proteste richten sich gegen die Folgen einer schnellen Industrialisierung, die vor allem ausländische Investoren nach Äthiopien lockt. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, ihnen ihr Land zu rauben, um es anschließend günstig an Unternehmen zu verkaufen. (Reuters/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2016, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                                                                                                Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »kinder« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.