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Olympia: Kein gutes Geschäft

Rom. Nachdem Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi eine Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 abgelehnt hat, droht Italiens Olympiakomitee CONI mit Schadenersatzforderungen. Bis zu 20 Millionen Euro habe die Stadt für eine bereits angelaufene Kampagne erhalten, erklärte CONI-Präsident Giovanni Malagò am Donnerstag. Nun müsste die Stadt »Verantwortung für den Beschluss übernehmen«. Raggi hatte am Mittwoch offiziell verkündet, dass sie die Bewerbung nicht unterstützen werde. Italiens Premier Matteo Renzi hatte sich wiederholt für eine Kandidatur Roms ausgesprochen, wird sich nun aber kaum gegen das Votum von Raggi stellen, deren Partei »Fünf Sterne« im Stadtrat über eine komfortable Mehrheit verfügt. Olympische Spiele würden sich »an einem gewissen Punkt in einen Alptraum verwandeln«, hatte Raggi ihre Entscheidung begründet. »Ein gutes Geschäft für die Lobby«, für die Bürger blieben »nur Schulden und nutzlose Sportanlagen«. Hamburgs Bürger hatten 2015 in einem Referendum gegen eine Bewerbung um die Spiele 2014 votiert. Danach stieg Boston aus dem Rennen aus und wurde durch Los Angeles ersetzt. (dpa/sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2016, Seite 16, Sport

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