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Olympia: Ein Wort noch

München. Der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, ist für sein Fernbleiben von den Paralympics in Rio nun auch von der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Verena Bentele (SPD), kritisiert worden. »Dass Herr Bach in zehn Tagen keine Zeit gefunden hat, in Rio aufzutauchen, ist definitiv kein gutes Signal an die paralympische Bewegung«, sagte die zwölfmalige Paralympics-Siegerin in der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag. Die Paralympics in der Rede bei der olympischen Schlussfeier nicht einmal zu erwähnen, »das geht überhaupt nicht«, meinte die 34jährige. »Es gibt gemeinsame Organisationskomitees, die Sportstätten werden so angelegt, dass sie für beide Ereignisse da sind«, sagte Bentele. »Und das dann mit keinem Wort zu erwähnen, kann man auch nicht unter ›hab’ ich vergessen‹ verbuchen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.09.2016, Seite 16, Sport

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