Zum Inhalt der Seite

Thüringer Minister ­verteidigt sich

Erfurt. Thüringens Justiz- und Migrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) wehrt sich gegen den Vorwurf, sein Amt für private Interessen genutzt zu haben. Hintergrund ist eine Prüfungsbefreiung für seinen Sohn am Ende der 10. Klasse. »Es ging um etwas vollkommen Privates, was mit meinem Job nichts zu tun hat«, sagte Lauinger am Donnerstag in Erfurt. Er habe als Vater und nicht als Minister agiert. Die Schule und das Schulamt hätten die Versetzung seines Sohnes ohne Prüfung genehmigt, erläuterte Lauinger. Monate später habe das Bildungsministerium überraschend die Genehmigung aufgehoben. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2016, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!