Zum Inhalt der Seite

Fotos von Revolutionären

Zum 100. Jahrestag des Kieler Matrosenaufstands im November 2018 ist einiges geplant. NDR und Arte drehen ein Dokumentardrama. Die Stadt Kiel organisiert eine Festveranstaltung, das Stadtmuseum eine Ausstellung und das Theater eine Opernaufführung. »Wir wollen den Revolutionären von einst Gesichter geben«, sagte die verantwortliche NDR-Redakteurin Ulrike Dotzer. Gesucht werden Dokumente wie Fotos oder Postkarten, die persönliche Eindrücke vom Matrosenaufstand vermitteln. Von den Kieler Ereignissen gebe es fast keine Fotodokumente, sagt der Leiter des Stadtarchivs, Johannes Rosenplänter. Museumsleiterin Doris Tillmann nennt die Quellenlage »ungeheuer schwierig«. Einige wenige Erinnerungsstücke konnten im Internet ersteigert werden, darunter eine Postkarte, die ein Matrose namens Rudolf am 5.11.1918 seiner Freundin in Thüringen schrieb: »Wir streiken alle, unsere Offiziere haben wir festgenommen (…) Hoffentlich können wir bald zum Frieden schreiten.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2016, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!