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Kongolese Bemba in Den Haag verurteilt

Den Haag. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den ehemaligen Vizepräsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Jean-Pierre Bemba, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Bemba sei als oberster Befehlshaber einer Miliz für massenhafte Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen vor etwa 13 Jahren in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik verantwortlich, urteilte das Gericht. Der 53jährige hatte stets seine Unschuld beteuert. Der Internationale Strafgerichtshof hat seit Aufnahme seiner Tätigkeit im Jahr 2002 ausschließlich Afrikaner angeklagt, weshalb er als neokolonial kritisiert wird. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2016, Seite 7, Ausland

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