Zum Inhalt der Seite

UNO: Afghanische Flüchtlinge »vergessen«

Teheran. Der UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi hat der internationalen Gemeinschaft vorgeworfen, Millionen afghanische Flüchtlinge »vergessen« zu haben. Er habe entschieden, sich in seinem ersten Jahr als Flüchtlingskommissar »der schwierigen und ungelösten Situation der afghanischen Flüchtlinge« zu widmen, sagte Grandi am Samstag bei einem Besuch im Iran, wo mehr als drei Millionen afghanische Flüchtlinge leben. Erst als manche von ihnen in Europa eingetroffen seien, habe sich »die Staatengemeinschaft plötzlich an sie erinnert«, sagte Grandi bei einer Pressekonferenz mit dem iranischen Innenminister Hossein Solfaghari in Teheran. Grandi rief dazu auf, die Unterstützung für die iranische Flüchtlingshilfe zu erhöhen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2016, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!