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Ernährungsmängel bei 1,5 Millionen Deutschen

Dresden. In Deutschland sind rund 1,5 Millionen Erwachsene mangelernährt. »Es gibt keine Aufmerksamkeit für dieses Phänomen«, sagte Ingrid Acker vom Berufsverband Oecotrophologie (VDOE) am Donnerstag zum Auftakt einer Tagung in Dresden. Risikogruppen seien vor allem alte und chronisch kranke Menschen. Oft seien Personen betroffen, »die gern zu Hause sein wollen, sich aber nicht mehr so gut versorgen können«. Das Problem wird nach Einschätzung der Experten von Politik und Ärzten häufig übersehen.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ernähren sich bis zu zwei Drittel der älteren Patienten einseitig oder reduziert. Gründe für verminderten Appetit, durch den sich das Risiko schwerer Komplikationen erhöht, seien Erkrankungen, Einsamkeit, steigende Hilfsbedürftigkeit oder Altersarmut. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.06.2016, Seite 5, Inland

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