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Wenig Bestellungen bei Werften

Hamburg. Die Werften in Europa haben überraschend in den ersten drei Monaten des Jahres mehr Aufträge bekommen als ihre Konkurrenten aus Asien. Bei einem sehr niedrigen weltweiten Bestellvolumen von 6,5 Milliarden US-Dollar (rund 5,8 Milliarden Euro) entfielen auf die europäischen Werften 3,7 Milliarden US-Dollar, wie der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) in Hamburg mitteilte. Der Marktanteil der Europäer habe damit bei über 50 Prozent gelegen, zitierte dpa die Organisation am Sonntag. »Das hat es lange nicht mehr gegeben«, sagte VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. Die Nachfrage nach neuen Containerfrachtern oder Massengutschiffen ist weltweit befriedigt. Was auf den Werften noch läuft, sind Kreuzfahrtschiffe und andere Einzelprojekte. Damit haben jedoch asiatische Schiffbaubetriebe wenig Erfahrung. Der VSM hält in der kommenden Woche in Hamburg seine Jahresversammlung ab. Der deutsche Weltmarktanteil – gemessen an der abgelieferten Tonnage – betrug zuletzt ungefähr ein Prozent. Korea, Japan und China teilten dagegen mehr als 80 Prozent des internationalen Volumens unter sich auf. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

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