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Doping: Gegen Generalverdacht

Moskau. Das russische Sportministerium hat sich nach Dopinganschuldigungen schützend vor seine Athleten gestellt. »Sauberen Sportlern, die Jahre ihres Lebens dafür gegeben und gewissenhaft trainiert sowie alle Regeln eingehalten haben, sollte das Recht zur Teilnahme an Wettbewerben nicht verwehrt werden«, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der ehemalige Leiter des Moskauer Antidopinglabors, Gregori Rodschenkow, hatte in der New York Times behauptet, er habe während der Winterspiele in Sotschi unter Mithilfe des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mehr als 100 Dopingproben von Athleten ausgetauscht, darunter mindestens 15 von Medaillengewinnern. Beweise liegen nicht vor, die US-Justiz ermittelt. Am 17. Juni will der Leichtathletikweltverband entscheiden, ob die wegen systematischen Dopings verhängte Suspendierung Russlands vor Olympia in Rio aufgehoben wird. IOC-Präsident Thomas Bach schrieb in der FAZ vom Mittwoch von einer »schwierigen Entscheidung zwischen kollektiver Verantwortung und individueller Gerechtigkeit«. Russland will bei der Überprüfung der Anschuldigungen »vollständig« kooperieren. (dpa/sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.05.2016, Seite 16, Sport

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