-
06.04.2016
- → Ausland
Athen räumt Piräus und Idomeni
Athen. Die griechische Regierung will bis zum Wochenende die beiden großen provisorischen Flüchtlingslager im Hafen Piräus sowie bei Idomeni an der Grenze zu Mazedonien räumen. Die Migranten würden in arabischer Sprache aufgefordert, mit bereitgestellten Bussen in die offiziellen Auffanglager zu fahren, meldete das Staatsfernsehen ERT.
Im Überseehafen Piräus leben noch 5.000, in Idomeni 12.000 Menschen. Bisher sind nur wenige bereit, sich innerhalb Griechenlands umsiedeln zu lassen. Aktivisten und Vertreter von Hilfsorganisationen bestärken sie darin. Nur wenn sie zusammenblieben, könne die Welt ihr Elend sehen. Seit zwei Wochen halten Flüchtlinge die Eisenbahnstrecke nach Mazedonien besetzt, um ihrer Forderung nach einer Öffnung der Grenze Nachdruck zu verleihen.
Am heutigen Mittwoch sollen erneut 200 Menschen aus Griechenland in die Türkei abgeschoben werden. (dpa/AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!