Zum Inhalt der Seite

Stefan Lisewski gestorben

Der Schauspieler Stefan Lisewski ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren am Freitag in Berlin, wie das Berliner Ensemble (BE) am Samstag mitteilte. Lisewski, geboren 1933 in Tczew (Polen), habe bis zuletzt in Bertolt Brechts »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« als Dogsborough auf der Bühne gestanden, sagte eine Sprecherin des BE der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr als 500 Mal verkörperte Lisewski, der an der Staatlichen Schauspielschule Berlin-Schöneweide sein Handwerk gelernt hatte, den Mackie Messer in der »Dreigroschenoper«. Er wirkte auch in anderen Brecht-Stücken wie »Mutter Courage«, »Die Gewehre der Frau Carrar«, »Die Mutter«, »Leben des Galilei«, »Herr Puntila und sein Knecht Matti « oder im »Kaukasischen Kreidekreis« mit.

Lisewski spielte mit Helene Weigel und Ernst Busch. Er stand auch vor der Kamera, unter anderem in der DEFA-Verfilmung »Die Leiden des jungen Werthers« und in einigen »Polizeiruf 110«-Krimis. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.02.2016, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!