Zum Inhalt der Seite

Maskulinisten sagen Treffen ab

Berlin. Sogenannte Pick-up-Artists, zu deutsch etwa Aufreißkünstler, haben für Sonnabend geplante Treffen von Vergewaltigungsbefürwortern wieder abgesagt. Roosh Valizadeh, ein US-amerikanischer Maskulinist, hatte ursprünglich in verschiedenen Städten weltweit zu Treffen von heterosexuellen Männern aufgerufen, die unter dem inoffiziellen Motto »Make Rape Legal« (Vergewaltigungen legalisieren, jW) standen. Nachdem es im Internet zu massivem Widerstand gekommen war und in einigen Städten, unter anderem Berlin, Gegendemonstrationen angekündigt wurden, hat er die Treffen am Donnerstag offiziell abgesagt, da »er nicht für die Sicherheit und Privatsphäre der teilnehmenden Männer garantieren könne«. In Deutschland waren solche Versammlungen, deren genauer Ort nicht bekanntgegeben wurde, sondern lediglich ein Treffpunkt, von dem aus man mit Losung weitergeleitet wurde, für Aachen, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Nürnberg und Würzburg angekündigt. Die Liste mit den Treffpunkten ist nicht mehr auf Valizadehs Internetseite zu finden. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2016, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!