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Lebenslänglich nach Massaker in Ruanda

Frankfurt am Main. Wegen Mittäterschaft am Völkermord in Ruanda hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main einen früheren ruandischen Bürgermeister zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte Onesphore R. habe im April 1994 »wissentlich und willentlich« ein Massaker auf einem Kirchengelände in dem Ort Kiziguro gemeinsam mit anderen Autoritätspersonen »vorbereitet, organisiert, befehligt und ausgeführt«, befand das Gericht am Dienstag nach Angaben eines Sprechers. Laut Gericht hatten während des Genozids in Ruanda auf dem Areal mindestens 450 Menschen Schutz vor der Gewalt gegen die Bevölkerungsminderheit der Tutsi gesucht. Diese Menschen wurden von Angreifern grausam umgebracht. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2015, Seite 4, Inland

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