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Amazon: Prämie statt Tarifvertrag

Dresden. In der langwierigen Auseinandersetzung um einen Tarifvertrag beim Onlineversandhändler Amazon setzt das Unternehmen auf finanzielle Anreize für die Beschäftigten. In den nächsten beiden Kalenderwochen zahle Amazon ein Antrittsgeld von je 100 Euro, um Arbeitende bei Laune zu halten, berichtete die Sächsische Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf ver.di. Gewerkschaftsfachsekretär Thomas Schneider kündigte an, ver.di wolle ihrerseits »beim Streikgeld nachlegen«. Amazon beabsichtige, Mitarbeitern in den Logistikzentren in diesem Jahr einen »Bonus in der Weihnachtszeit« anzubieten, bestätigte die in München ansässige Deutschland-Zentrale des Internetkonzerns. Für jede voll gearbeitete Schicht soll es demnach »eine Prämie von zehn bis 20 Euro« geben.

In den deutschen Amazon-Versandzentren wird seit April 2013 immer wieder gestreikt. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzelhandels, der US-Konzern weigert sich allerdings, die Verhandlung aufzunehmen.(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.12.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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