Uniper: Verdi und BR für Börsengang
Berlin. Sowohl der Konzernbetriebsrat als auch Verdi sprechen sich für einen Börsengang des verstaatlichten Gasversorgers Uniper aus. »Wir wollen als Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Uniper als ein starkes, selbstständiges Unternehmen erhalten«, sagte Verdi-Energieexperte Rolf Wiegand, der zugleich Vizeaufsichtsratschef bei Uniper ist, am Dienstag. »Daher fordern wir die Reprivatisierung im Rahmen eines erneuten Börsengangs.« Der Bund hatte zuvor die Privatisierung des Düsseldorfer Konzerns angestoßen. Der Staat wolle am Ende des Prozesses noch 25 Prozent plus eine Aktie an dem Unternehmen halten, wie der Bund in der Financial Times formal bekanntgegeben hatte. Aktuell sind es nach der Verstaatlichung in der Energiekrise von 2022 99,12 Prozent. Als Optionen wurden ein Börsengang oder ein Verkauf genannt.
Die Reprivatisierung des Energiekonzerns wäre »Selbstmord«, erklärte Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag. Für seinen Verbleibt in staatlichem Besitz spreche nicht nur, dass der Konzern erst im Frühjahr satte 300 Millionen Euro Dividende in die Staatskasse gespült hat. Die Bundesregierung habe mit Uniper auch ein Instrument in der Hand, um die Energiepolitik zu steuern. (Reuters/jW)
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