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Radsport: Auf Sandpapier

Richmond. Entgegen vollmundiger Ankündigungen hat der gebürtige Cottbusser Tony Martin das Einzelzeitfahren bei der Straßenrad-WM in Richmond/USA nicht gewonnen. »Ich war einfach mental komplett neben der Spur«, erklärte der 30jährige am Mittwoch abend nach dem enttäuschenden siebten Platz. »Ich habe komplett den Fokus verloren, den Rhythmus verloren, und dann auch die Moral. Das waren eher keine physischen Probleme.« Am Einsatz lag es auch kaum. Martin, der für den besseren Halt seit Jahren Sandpapier in den Sattel einarbeitet, fuhr sich seinen Hintern im Wortsinne wund, wie ein Foto belegte. Dennoch lag er schon am ersten Zeitmesspunkt deutlich hinter dem späteren Weltmeister Wassil Kiryjenka (Belarus). Dafür, dass der Abstand sukzessive größer wurde, hatte der selbsternannte Topfavorit Martin immerhin eine Erklärung: »Wenn der Zug einmal abgefahren ist, fällt es extrem schwer.«

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2015, Seite 16, Sport

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