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Flüchtlingsfrauen: Mehr Hilfen gefordert

Berlin. Mit einem offenen Brief hat sich die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros an das Bundesfamilien- und das Bundesinnenministerium sowie an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gewandt. In dem am Mittwoch vorgelegten Schreiben fordern die 380 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten spezielle Hilfen für weibliche Flüchtlinge und ihre Kinder und verlangen von der Regierung in Berlin, dafür ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.

Wichtig für die Frauen seien u. a. psychotherapeutische Hilfsangebote für die durch sexualisierte Gewalt Traumatisierten, weibliche Ansprechpartner und weibliche Dolmetscher für Frauen, abschließbare Räume und Unterkünfte, abschließbare und separate Sanitäranlagen sowie angemessener und geschützter Wohnraum für alleinreisende Frauen mit Kindern. Im Brief wird betont, dass Frauen neben Verfolgung aus politischen, ethnischen oder religiösen Gründen, Armut, Hunger, Krieg und Folter weiteren spezifischen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind: »Sie sind betroffen vom Kriegsmittel der angeordneten Massenvergewaltigungen, Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Zwangsprostitution.« Während der Flucht seien sie immer wieder sexuellen Übergriffen ausgesetzt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2015, Seite 15, Feminismus

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