Zum Inhalt der Seite

Anschlag und Hetze gegen Flüchtlinge

Bad Aibling/Bischofswerda. Unbekannte haben im bayerischen Bad Aibling bei Rosenheim versucht, einen leerstehenden Wohncontainer für Flüchtlinge anzuzünden. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei wollten sie in der Nacht zum Freitag unter dem Betonfundament des Containers ein Feuer entfachen, was aber misslang. Die Polizei vermutet einen rassistischen Hintergrund und ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Begleitet von Pöbeleien und Rangeleien sind Flüchtlinge in der Nacht zum Freitag in die Halle eines früheren Textilbetriebs im sächsischen Bischofswerda eingezogen. Eine Gruppe von 50 bis 70 Menschen habe sich am späten Donnerstag abend vor der Halle versammelt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz: »Die hatten größtenteils Bierflaschen dabei und waren alkoholisiert. Die Stimmung war sehr aggressiv.« Rund 30 von ihnen hätten versucht, den Zugang zu der Halle zu versperren. Festnahmen gab es nicht. In drei Fällen werde nun wegen Beleidigung von Polizisten ermittelt, in einem Fall wegen des Verdachts der Volksverhetzung. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2015, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!